Helfen aus Überzeugung

Der Vorstand unseres Vereins

Der Vorstand 2015 (von links): Elke Reschke, Irmgard Kruse, Dr. Gabriele Komp, Hans-August Dethleffsen, Anja Werner, José van Gils-Most, Ulrike Stahlmann-Liebelt, Therese Sonntag. Nicht auf dem Bild zu sehen ist Prof. Dr. Ulf Linstedt, welchen wir auch im neuen Vorstand begrüßen dürfen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die Menschen vorstellen, die die Arbeit unseres Fördervereins maßgeblich prägen: unseren Vorstand, der von der Mitgliederversammlung gewählt wird.

„Die altsprachliche Schulbildung hat schon früh mein Interesse an Philosophie geweckt. Sterben und Tod sind danach die Kehrseite von Geburt und Leben, beide Aspekte gehören untrennbar zusammen. Die Hospizarbeit zielt u.a. darauf ab, den Tod zu enttabuisieren, ihn als notwendigen Bestandteil unseres Lebens anzuerkennen. „Kein Leben ohne Tod – kein Tod ohne Leben.“ Der Anfrage, mich für die Hospizarbeit zu engagieren, folge ich gerne – nicht allein in der Überzeugung, damit an einem gesellschaftlichen Kernthema mitzuwirken, sondern auch in der Hoffnung dabei zu lernen, was für mich angesichts der Endlichkeit alles Irdischen wesentlich ist.“
Hans-August Dethleffsen, 1. Vorsitzender

„Mein Name ist Ulrike Stahlmann-Liebelt. Ich bin 59 Jahre alt, verheiratet und ich habe zwei Kinder im Alter von 29 und 25 Jahren. Seit 1981 bin ich bei der Staatsanwaltschaft Flensburg tätig, seit 2001 stellvertretende Leiterin dieser Behörde. Meine Schwerpunkte lagen und liegen u.a. im Bereich der Verfolgung von Sexualdelikten, häuslicher Gewalt und Kindesmisshandlungen. Seit über 20 Jahren bin ich darüber hinaus stellvertretende Leiterin des Landesvorstands der pro familia Schleswig-Holstein. Aus dem Zusammentreffen der beiden Tätigkeiten ergeben sich effektive Projekte und Aktivitäten. Die Hospizarbeit habe ich von Anfang sehr geschätzt und es als ein enormes Glück empfunden, dass es eine Einrichtung in Flensburg gibt. Erfahrungen von Bekannten haben diese Einschätzung bestätigt. Für mich besteht kein Zweifel an der großen Bedeutung dieser Institution, deshalb habe ich mich gerne bereit erklärt , im neuen Vorstand mitzuwirken.“
Ulrike Stahlmann-Liebelt, stellvertretende Vorsitzende

„Die Zeit des Abschiednehmens führt alle Betroffenen - Patienten, Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen … - an die Grenzen des eigenen Lebens und des eigenen Alltags. Je schnelllebiger und unnachgiebiger unser Alltag wird, umso schwerer fällt es den nötigen Raum zu schaffen, um sich die individuell dafür nötige Zeit zu nehmen. Umso wichtiger erscheint es mir, dass es Orte wie das Katharinen Hospiz am Park gibt und Begegnungen mit Menschen möglich macht, die sich Zeit nehmen können, aber auch über das nötige Fachwissen verfügen. Daran mitwirken zu dürfen, und mich mit meinen Kenntnissen einbringen zu dürfen, ist für mich eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Ich hoffe, auf diesem Weg die Menschen im Katharinen Hospiz – die Patienten, die Angehörigen, die Mitarbeiter und die Ehrenamtler – unterstützen zu können.“
Dr. Gabriele Komp, Schatzmeisterin

„Im Sommer 2003 durfte ich die Spenden eines Jugendhandballturniers in Tarp an die damalige Leiterin des Hospizes, Frau Ingwersen, übergeben und betrat zum ersten Mal das Haus am Park. Die helle und freundliche Atmosphäre und die Ausstrahlung der Menschen haben mich sehr berührt. Der Umgang mit und das Sprechen über Tod und Trauer wurden und werden als Teil des Lebens betrachtet; das hatte ich bis dahin leider anders erfahren. Als einige Jahre später unsere Kinder aus dem Haus waren und damit meine intensive Zeit als Elternvertretung beendet war, habe ich mich in 2007 als ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Katharinen Hospiz angemeldet. Die Arbeit als Sterbens- und Trauerbegleiterin empfinde ich als sehr erfüllend und bereichernd. Seit 2009 arbeite ich gerne mit im Vorstand des Fördervereins um auch so die Arbeit des Katharinen Hospizes zu unterstützen.“
José van Gils-Most

„1982 zog ich mit meinem Mann, der bei der Marine tätig war, nach Flensburg. Wir haben 2 Kinder. Als 2007 beide aus beruflichen Gründen Flensburg verließen, suchte ich eine neue ehrenamtliche Aufgabe, vorher war ich im Schulelternbeirat aktiv. Das ich gerne kreativ tätig bin, wollte ich meine Produkte nicht nur verschenken, sondern sinnvoll verkaufen. Der Erlös sollte in Flensburg für Kinder verwendet werden. Durch meine Recherchen kam ich auf das Ambulante Kinder- und Jugendhospiz. Seit 2008 veranstalte ich, unterstützt von meinem Mann, Nachbarn und Bekannten, auf unserem Grundstück einen Weihnachtbasar, dessen Gewinn bislang jährlich wächst und dem oben erwähnten Hospiz zugeführt wird.“
Elke Reschke

„Mein Interesse an einer Mitarbeit rührt vor allem daher, dass ich die Bedeutung der Palliativmedizin in meiner Arbeit als Anästhesist und Intensivmediziner oft ganz praktisch erfahre. Zwar sind die äußeren Gegebenheiten am Lebensende eines Patienten auf einer Intensivstation von denen im Hospiz gründlich verschieden. Gemeinsam ist jedoch, die Situation würdig und möglichst ohne Beschwernisse zu gestalten.“
Prof. Dr. Ulf Linstedt

Ein Teil meiner Familie kommt von den nordfriesischen Inseln. Vor allem dort, aber auch auf dem Festland gehört Sterben für unsere Familie schon immer zum Leben. Es ist normal, dass Angehörige zuhause ihre letzten Tage verbringen, Familie und Freunde in privater Atmosphäre Abschied nehmen können, zuletzt vor kurzer Zeit von dem Ehemann meiner ältesten Schwester. Genau dieser Ansatz, das Sterben ins Leben zu holen, fasziniert und bewegt mich seit vielen Jahren am Katharinen Hospiz. Durch meinen Beruf – 20 Jahre als Redakteurin beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag – begleite ich zudem seit vielen Jahren viele Arbeitsbereiche und Projekte des Katharinen Hospiz. In dieser Zeit habe ich großen Respekt vor allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gewonnen. Diese als Mitglied des Fördervereins unterstützen zu können, ist für mich eine Gewinn bringende Aufgabe, der ich mich mit großer Freude und Kreativität widme.
Anja Werner

Über meine Arbeit bei HOCHZWEI habe ich bereits seit einiger Zeit mit dem Katharinen Hospiz am Park beruflich zu tun. Dass ich nun auch seit 2015 ehrenamtlich im Förderverein einen Teil zur Entwicklung des Hauses beitragen kann, freut mich sehr. Dieser Ort für schwerstkranke Menschen und deren Angehörige soll auch in Zukunft eine Anlaufstelle für Hilfe bleiben – und dies kann er nur, wenn wir uns dafür engagieren.
Therese Sonntag

„Während meiner beruflichen Tätigkeit bei der Stadt Flensburg war ich etwa 10 Jahre Mitglied im Beirat des Katharinen Hospizes am Park. Dabei habe ich die Arbeit des Hospizes mit seinen verschiedenen Aufgabenfeldern näher kennen und schätzen gelernt. Seit einigen Jahren bin ich auch Mitglied im Katharinen Hospiz Förderverein, der einen großen Anteil zur Sicherung der Finanzierung der Hospiz-Arbeit beiträgt. Im vergangenen Jahr mussten meine Familie und ich auch persönlich das Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Die Unterstützung war sehr einfühlsam und für uns ausgesprochen hilfreich. Als ich nun im Frühjahr gefragt wurde, ob ich mir eine Mitarbeit im Vorstand des Fördervereins vorstellen kann, habe ich spontan und gerne zugesagt.“
Horst Bendixen